Jugendschutz im Chat


Die mögliche Gefahr des Chattens ist mittlerweile weitläufig bekannt, aber längst nicht so riskant, wie es gern verbreitet wird, wenn einige Dinge von Eltern und Kindern beachtet werden.

Es gibt eine, zu welchen Konsequenzen es kommen kann, wenn ein Jugendlicher im Chat zuviel über sich preis gibt:

Ein junges Mädchen von ca. 13 Jahren hat einen netten User im Chat kennengelernt. Dieser war unwahrscheinlich verständnisvoll für deren Probleme mit den Eltern, die Sorgen in der Schule und Streit mit Freunden und hatte immer ein offenes Ohr für sie. Im Laufe der Zeit hat sie großes Vertrauen zu ihm entwickelt, so daß sie ihm erzählte, aus welcher Stadt sie kommt, auf welche Schule sie geht und dass sie nicht weit davon entfernt wohnt, wie alt sie ist und wie sie heißt. Auch ein Foto wurde ihm bereits zugeschickt.

Eines Nachmittags kommt das junge Mädchen von der Schule nach Hause und es sitzt ein fremder Mann bei den Eltern. Diese schauen sie besorgt an und der Mann erklärt nach kurzer Zeit, er sei ein Mitarbeiter der Kriminalpolizei und hat mit den Informationen, die sie ihm bereitwillig im Chat gegeben hat, leicht herausfinden können, wo sie wohnt und sie auch vor der Schule abfangen können.

Dies ist nur eine harmlose Variante und ist zum Glück noch gut ausgegangen - leider gibt es Vorfälle, die weniger glimpflich ablaufen.

Sicher wäre die leichteste Methode, auf das Chatten ganz zu verzichten - doch es gehen einem natürlich auch die vielen positiven Erfahrungen verloren.

Chatten gehört zu einer der beliebtesten Freizeitaktivitäten von Jugendlichen. Sie haben die Möglichkeit, mit ihren Freunden nach Schulschluss noch zu reden und sich auszutauschen, auch wenn diese viele Kilometer entfernt wohnen. So muss man nicht auf Spaß verzichten.

Aber was passiert, wenn man einen Fremden kennenlernt? Es kann hier sehr schnell zur Frage nach sexuellen Kontakten kommen. In solchen Fällen ist dringend zu raten, umgehend einen sogenannten Aufpasser im Chat zu rufen (die entsprechende Ruf-Option ist in jeder Hilfe zu finden), den Nutzer zu ignorieren oder aber den Chat umgehend zu verlassen.

Eltern sollten sich Zeit nehmen, ihre Kinder auf die möglichen Gefahren im Chat hinzuweisen und so vorzubeugen, Verständnis für das Hobby des Kindes zeigen und sich sogar mal einen Abend mit dem Chatsystem auseinander setzen. Dies macht die Möglichkeit leichter, daß Kinder sich bei solchen Vorfällen an die Eltern wenden und keine Angst davor haben, daß das Chatten verboten werden könnte.

Jugendliche müssen sich klar machen, daß ein Chat nicht immer die Anonymität bietet, die diese sich erhoffen und dass zu schnelles Vertrauen zu fassen, sehr gewagt sein kann. Wird man von einem Unbekannten im Chat in einen geschützten Raum eingeladen (auch Separee genannt), sollte man hier Vorsicht walten lassen und nachfragen, was er denn möchte. Bekommt man eine nicht aussagekräftige Antwort, ist es ratsam das Separee nicht zu betreten.

Auch die Weitergabe von persönlichen Daten wie z.B. der Name, den Wohnort, wo man zur Schule geht oder sogar die Handynummer, sollte man nie bei den ersten Treffen herausgeben, denn ist es wirklich gesichert, daß der Chatpartner auch erst 16 Jahr alt ist? Einige User nutzen diese Plattform für Verabredungsversuche mit dem Ziel, sexuelle Kontakte zu knüpfen.
Sollte es dennoch dazu kommen, daß man sich mit einem User verabredet, muss darauf geachtet werden, daß dies an einem öffentlichen Platz geschieht, wo viele Menschen sind - am Besten nimmt man eine Freundin mit oder informiert die Eltern darüber, um eine mögliche Gefahr zu verringern.

Wer wirkliches Interesse an einer Chat-Freundschaft hat, hat auch genügend Verständnis dafür, wenn man sich mit persönlichen Informationen Zeit lässt.

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29.03.2017 09:19:10

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